Laenira
30.06.2003, 08:25
Hab ich im 4Players-Forum gefunden. :D Alpenbruder hat das übrigens hier (http://daoc.foren.4players.de/viewtopic.php?t=54506) verbrochen.
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In Dark Age of Camelot gibt es, wie in jedem MMOG, eine Menge verschiedene Spielertypen. Natürlich ist jeder Spieler und damit auch sein Charakter, den er spielt, einzigartig. Aber gefiltert durch das begrenzende Medium des Computerspiels lassen sich doch einige Grundtypen aufzeigen, die immer wieder in Erscheinung treten. Im folgenden habe ich eine kleine Liste zusammengestellt, in der sich mancher wiederfinden mag, wobei kein Typ _speziell_ auf einen Spieler gemünzt ist. Ich hoffe, der Stil ist nicht zu bissig...
Der Noob [:Nuub:]
Vom englischen Wort Newbie (=New Beginner = Anfänger). In der Grundbedeutung jemand, der noch keine Ahnung hat. Im Spieljargon aber eine Person, die sich durch besondere Unwissenheit hervortut...
Der 'echte' Noob
Der echte Noob hat keine Ahnung, keinen Plan und große Probleme mit der Benutzeroberfläche. Dies äußert sich in kommunikativem Lag (muß erst mal die richtigen Tasten finden) und einem Hang, all die Fragen zu stellen, für die
a) ein Blick in die Spielanleitung
b) ein Blick ins Forum
reichen würden.
Noobs sind lästig und dankbar, keiner kann ihnen entkommen!
Typischer Satz: "Weiß jemand, wo der Trainer ist?"
Warum wir ihn brauchen: Jeder fängt mal klein an. Der Noob von heute ist der LGM von morgen. Oder Übermorgen...
Der Realm-Noob
Hat schon einen Charakter auf einem anderen Server und möchte nun einmal in Hibernia spielen. Standardverfahren:
- Fragen "Wo ist Tir Na Nog?",
- Betteln-1 "Hast du noch ein bischen Gold für mich?"
- Betteln-2 "Ziehst du mich ein Stündchen?"
- Prahlen "Habe einen Lv50 Schammi auf Lyonesse"
Auch Realm-Noobs sind dankbar, aber schwallen einen nicht tot.
Kann man in Gilde einladen, diese Spieler wissen immerhin, wo Emain liegt.
Der Ebay-Noob
Dieses legendäre Wesen kommt vom Server Ebay und ist gefährlicher als ein echter Noob, da man bei einem Level 50 erst zu spät merkt, daß er 'aggro' nicht von 'freundlich' unterscheiden kann.
Typische Frage eines Lv 50 Noobs: "Wie greife ich ein Monster an?"
Warum wir sie brauchen: Wer soll mir sonst meinen Char abkaufen?
Der Powergamer
Der Powergamer ist ein klein wenig süchtig. Seine Freundin, sein Hund, seine Wohnung - alles zweit- bis letztrangig. Lieber 6 Accounts im eigenen Netzwerk gleichzeitig bedienen als nach Teneriffa fliegen. Hat immer Probleme, sich für einen von 9 Lv 50 Buff-Bots zu entscheiden und wird demnächst eine Gilde nur für seine Chars aufmachen. Träumt von einer Frau, die auch DAoC spielt und ihm die verspannten Schultern massiert, wenn er versucht, neben dem Relikt-Raid auch gleichzeitig die Verteidigung für diese Relikte zu organisieren.
Der Powergamer hat für alles eine Antwort, auch wenn er manchmal 5min braucht, um in einem der vielen Gildenchannel auf ein "Hi" zu reagieren. Sein Lieblingshobby ist es, in den Foren mit der Beendigung eines halben Dutzend Accounts zu drohen, wenn einer seiner Lieblingscharaktere durch einen Patch gefährdet ist.
Typischer Spruch: "Welchen Char braucht ihr? Lv 50 Hüter, Fian, Manabomber oder Barden?"
Warum wir ihn brauchen: Wer sonst spielt einen Druiden auf 50 mit Full-Specc in Buffs?
Der Pseudorollenspieler
Hält geschwollenes Gerede und Klischeeauswalzen für das einzig Wahre im Spiel. Trolle sind dummm, Lurikeen klein, Elfen schwul und Highlander heißen alle McCloud. Fragt nach einem Glas Wasser in höfischer Schwallrede: "Habt Ihr(1) vielleicht ein Glas Wasser für einen durstigen(2), kleinen(3) Lurikeen?"
(1) wenn man im Pluralis Majestatis antwortet, wird er schnell pampig.
(2) sonst bräuchte er auch keins.
(3) schon mal einen großen Luri gesehen?
Versucht seine Mitspieler zu erziehen, wie sie reden, denken und handeln sollen. Er dachte, DAoC wäre ein komplexes Rollenspiel und mußte schließlich feststellen, daß diese nette Frau, die in Tir na Nog immer für ihn da war und so gut zuhören konnte nur ein NPC-Händler war.
Ein Hobby des PRs ist es, in den Foren einen Rollenspielserver mit RP-Stasi zu fordern und regelmäßig von GoA einen Keks mit dem Spruch zu bekommen "alle Server sind Rollenspielserver". Alternativ versucht er auch, durch Postings im Forum Rollenspiel zu betreiben, was etwa so spannend ist wie Squash per Email zu spielen.
Warum wir ihn brauchen: Auch wenn DAoC kein 'richtiges' Rollenspiel ist, so kann man doch mit gewissen Ansätzen eine nette Spielatmosphere hinbekommen. Wenn sich mehr Spieler Sätze wie "/b Haste Ca$h für mich eyyyyh? BITTTTTTEEEE!!!" sparen würden, könnten wir zu übergehen zu "Könntest Du einen jungen Jäger mit ein paar Silberstücken für einen Bogen unterstützen?" ohne daß es komplett lächerlich klingt.
Der Akronymiker
Chattet in Slang, kürzt sogar einsilbige Worte noch ab und hält sich für l33t. Roffelt, lollt und oomt vor sich hin, zur konstanten Verwunderung der Noobs und zum großen Ärger der Pseudorollenspieler. Macros für Abkürzungen sind Pflicht, speziell für die häufigen 'Gratz' und das alle 30s kommende 'lol'. Er neigt dazu, sich mit prägnanten Sätzen Gehör zu verschaffen ("Drop! Zeig mal!" und "@x lol") und antwortet auf eine dreizeilige Oder-Frage nach dem Weg mit einem klaren, aussagekräftigen "Ja!".
Wir brauchen ihn, weil sonst keiner erklären kann, was roflmaoRFDComwoomAFafkloBGRvRlölRLooeACWCCDDWLvRA fcDoTwtSWAS bedeutet.
Der Eskapist
DAoC ist sein Leben, seine Welt - hier wird geheiratet, gelebt, gestorben. Er spielt DAoC, weil es so leicht ist, man außer dem Login keine Probleme bekommt und jederzeit "LD" gehen kann, wenn es brenzlig wird. Er hat endlich eine Welt gefunden, in der alles sauber und ordentlich ist - keine vollen Mülltonnen in Jordheim, keine Penner oder Punks am Teleporter, keine schreienden Babys auf Milupa-Entzug... alles ist so *vollkommen*. Die Händler sind ehrlich, Kriminalität gibt es nicht, kein Hunger, Durst, Folter - selbst Freund Hein hat seinen Schrecken verloren. DAoC ist kein Spiel, es ist eine Religion, ein Antwort auf alles, was ihm im Leben immer fehlte. Es fällt dem Eskapisten zunehmend schwerer, RL und Ingame zu unterscheiden - hat der Skinhead da nun aggro oder nicht? Darf man in der Kneipe die Bedienung pullen? Seine Umwelt versteht ihn nicht, dabei ist ein Legion-Kostüm zu Helloween doch durchaus passend... Schnell zurück in die warme Wohnung, zum Hort der Glückseligkeit - einem PC mit DAoC!
Der Eskapist haßt Internetforen und wird sie nie besuchen, außer der Server ist down. Der natürliche Feind des Eskapisten sind CS-Spieler, die sich im Tradechannel über Aimbots oder den Tod im RL unterhalten und so die Spielatmosphere trüben.
Der Eskapist ist schwer süchtig und kann ohne DAoC nicht leben - er denkt auch beim (Solo-)Sex noch über die ideale Craftingstrategie und den nächsten Relikt-Raid nach.
Er braucht dringend therapeutische Hilfe.
Der Afkler
Ist ständig away-from-keyboard und erwartet, daß ihn die Gruppe in der Zeit mit Erfahrungspunkten versorgt. Natürlich ist es normal, kurz nicht dabei zu sein - wer hat schon ein WLAN-Notebook und kann vom Klo aus spielen. Störend ist jedoch der
Stealth-AfKler, der nach einem Wipe schnell das "Oops, war gerade abgelenkt - Sorry"-Macro startet,
süchtige Afkler, der eigentlich im Bett sein sollte, weil er schwer krank ist und kaum die Tasten findet, auf die er ständig seine Viren hustet,
Profi-Afkler, der mit den Worten "Ich muß mal eben 30min wg. , stick Nippelodeon" auf das Mitleid der Mitspieler baut.
Wir brauchen ihn weil " /afk"
Der possessive Egozentriker
"Mein Spot Mein Mob Meine XP" für den possesiven Egozentriker gibt es nichts, was nicht jemandem gehört. Der Ego ergreift jede Chance, um sich etwas zu eigen zu machen, sei es ein Platz zum Leveln "Wir gehen hier nicht weg, wir pullen alle Mobs bis die andere Gruppe weggeht" oder ein Drop (5 min Diskussion, bevor sich rausstellt, daß es nur um Loot geht). Er zeigt gerne seine Items und prahlt mit seinem Character, der natürlich der einzig richtig geskillte vom ganzen Server ist. Hat gelegentlich Ärger mit seinen Eltern, z.B. wenn er sich das Logo seiner Gilde auf den Rücken tätowieren lassen will "Aber Mama, ein tanzendes Pferd mit Ferrarifarben ist cooool!".
Besonders auffällig ist der elitäre Ego, der von seinen Crafter 100%-Waffen verlangt, die Draw-Time seines Bogens auf 2 Mikrosekunden genau berechnet und mit einem 2. PC ständig sein Ranking auf der RP-Liste kontrolliert. Er will nicht nur gute, sondern beste Items haben. Nur wenn sein Char in allen Listen an erster Stelle steht, ist er zufrieden.
Wir brauchen ihn, weil ... /em um das zu begründen ist mir meine Zeit zu schade!
Der normale DAoC-Spieler
Ein Elf, Luri oder Bolg wie Du und ich, einfach dabei um Spaß zu haben und in einem Multiplayer Spiel zusammen etwas zu machen. Jeder mit eigenen Marotten und Vorstellungen, mal nett, mal neckisch, aber weder unverschämt noch aggressiv. Sein ärgsten Feinde sind der lila Linkdeath und die gelbe Levelödnis, letztere ist immer genauso stark wie er selbst. Ein Spieler oder eine Spielerin (wer weiß das schon so genau, ob Garric wirklich eine Schwester hat oder Fynnra einen Bruder? ), an die man sich gerne erinnert und mit denen man viele Stunden zusammenverbringt.
Der normale DAoC-Spieler vereint Aspekte aller vorangehenden Typen auf sich und neigt nicht zu ihren Extremen. Er ist teamfähig und motiviert, macht auch mal Pause vom Spiel und nimmt einen Wipe nicht soooo ernst (außer vorgestern grrr! )...
Der Silberwolf(*)
Edel sei der Wolf, hilfreich und gut. Mutig und humorvoll, immer zur Stelle wenn es darum geht eine Gruppe zu bilden und zum Wohle Hibernias in die Schlacht zu ziehen.
Die Gildenmitglieder der Silberwölfe sind die Elite Hibernias, die Gilde, an der sich alle anderen zu messen haben. Sie setzen nicht auf Masse oder RP-Farmer, sondern auf gute und faire Spieler... Wer es schafft, in das Rudel aufgenommen zu werden, braucht keine Angst mehr vor den Feinden unseres Landes zu haben - die Silberwölfe sind die einzige Gilde auf Stonehenge, die von allen anderen geachtet, respektiert und - von den Schurken - gefürchtet wird.
Damit geht auch eine große Verantwortung einher; so machen wir uns nicht über Noobs, Pseudorollenspieler und Powergamer lustig, sondern akzeptieren sie als Mitspieler in einer großen Spielwelt, die für fast alle Charaktere Platz bietet.(**)
Wir brauchen die Silberwölfe, weil es nichts besseres gibt
(*) Merke: _mein_ Eigenlob stinkt nicht, es duftet!
(**)Außer für die Leute mit den doofen Namen und der verbotenen Nasenlänge...
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In Dark Age of Camelot gibt es, wie in jedem MMOG, eine Menge verschiedene Spielertypen. Natürlich ist jeder Spieler und damit auch sein Charakter, den er spielt, einzigartig. Aber gefiltert durch das begrenzende Medium des Computerspiels lassen sich doch einige Grundtypen aufzeigen, die immer wieder in Erscheinung treten. Im folgenden habe ich eine kleine Liste zusammengestellt, in der sich mancher wiederfinden mag, wobei kein Typ _speziell_ auf einen Spieler gemünzt ist. Ich hoffe, der Stil ist nicht zu bissig...
Der Noob [:Nuub:]
Vom englischen Wort Newbie (=New Beginner = Anfänger). In der Grundbedeutung jemand, der noch keine Ahnung hat. Im Spieljargon aber eine Person, die sich durch besondere Unwissenheit hervortut...
Der 'echte' Noob
Der echte Noob hat keine Ahnung, keinen Plan und große Probleme mit der Benutzeroberfläche. Dies äußert sich in kommunikativem Lag (muß erst mal die richtigen Tasten finden) und einem Hang, all die Fragen zu stellen, für die
a) ein Blick in die Spielanleitung
b) ein Blick ins Forum
reichen würden.
Noobs sind lästig und dankbar, keiner kann ihnen entkommen!
Typischer Satz: "Weiß jemand, wo der Trainer ist?"
Warum wir ihn brauchen: Jeder fängt mal klein an. Der Noob von heute ist der LGM von morgen. Oder Übermorgen...
Der Realm-Noob
Hat schon einen Charakter auf einem anderen Server und möchte nun einmal in Hibernia spielen. Standardverfahren:
- Fragen "Wo ist Tir Na Nog?",
- Betteln-1 "Hast du noch ein bischen Gold für mich?"
- Betteln-2 "Ziehst du mich ein Stündchen?"
- Prahlen "Habe einen Lv50 Schammi auf Lyonesse"
Auch Realm-Noobs sind dankbar, aber schwallen einen nicht tot.
Kann man in Gilde einladen, diese Spieler wissen immerhin, wo Emain liegt.
Der Ebay-Noob
Dieses legendäre Wesen kommt vom Server Ebay und ist gefährlicher als ein echter Noob, da man bei einem Level 50 erst zu spät merkt, daß er 'aggro' nicht von 'freundlich' unterscheiden kann.
Typische Frage eines Lv 50 Noobs: "Wie greife ich ein Monster an?"
Warum wir sie brauchen: Wer soll mir sonst meinen Char abkaufen?
Der Powergamer
Der Powergamer ist ein klein wenig süchtig. Seine Freundin, sein Hund, seine Wohnung - alles zweit- bis letztrangig. Lieber 6 Accounts im eigenen Netzwerk gleichzeitig bedienen als nach Teneriffa fliegen. Hat immer Probleme, sich für einen von 9 Lv 50 Buff-Bots zu entscheiden und wird demnächst eine Gilde nur für seine Chars aufmachen. Träumt von einer Frau, die auch DAoC spielt und ihm die verspannten Schultern massiert, wenn er versucht, neben dem Relikt-Raid auch gleichzeitig die Verteidigung für diese Relikte zu organisieren.
Der Powergamer hat für alles eine Antwort, auch wenn er manchmal 5min braucht, um in einem der vielen Gildenchannel auf ein "Hi" zu reagieren. Sein Lieblingshobby ist es, in den Foren mit der Beendigung eines halben Dutzend Accounts zu drohen, wenn einer seiner Lieblingscharaktere durch einen Patch gefährdet ist.
Typischer Spruch: "Welchen Char braucht ihr? Lv 50 Hüter, Fian, Manabomber oder Barden?"
Warum wir ihn brauchen: Wer sonst spielt einen Druiden auf 50 mit Full-Specc in Buffs?
Der Pseudorollenspieler
Hält geschwollenes Gerede und Klischeeauswalzen für das einzig Wahre im Spiel. Trolle sind dummm, Lurikeen klein, Elfen schwul und Highlander heißen alle McCloud. Fragt nach einem Glas Wasser in höfischer Schwallrede: "Habt Ihr(1) vielleicht ein Glas Wasser für einen durstigen(2), kleinen(3) Lurikeen?"
(1) wenn man im Pluralis Majestatis antwortet, wird er schnell pampig.
(2) sonst bräuchte er auch keins.
(3) schon mal einen großen Luri gesehen?
Versucht seine Mitspieler zu erziehen, wie sie reden, denken und handeln sollen. Er dachte, DAoC wäre ein komplexes Rollenspiel und mußte schließlich feststellen, daß diese nette Frau, die in Tir na Nog immer für ihn da war und so gut zuhören konnte nur ein NPC-Händler war.
Ein Hobby des PRs ist es, in den Foren einen Rollenspielserver mit RP-Stasi zu fordern und regelmäßig von GoA einen Keks mit dem Spruch zu bekommen "alle Server sind Rollenspielserver". Alternativ versucht er auch, durch Postings im Forum Rollenspiel zu betreiben, was etwa so spannend ist wie Squash per Email zu spielen.
Warum wir ihn brauchen: Auch wenn DAoC kein 'richtiges' Rollenspiel ist, so kann man doch mit gewissen Ansätzen eine nette Spielatmosphere hinbekommen. Wenn sich mehr Spieler Sätze wie "/b Haste Ca$h für mich eyyyyh? BITTTTTTEEEE!!!" sparen würden, könnten wir zu übergehen zu "Könntest Du einen jungen Jäger mit ein paar Silberstücken für einen Bogen unterstützen?" ohne daß es komplett lächerlich klingt.
Der Akronymiker
Chattet in Slang, kürzt sogar einsilbige Worte noch ab und hält sich für l33t. Roffelt, lollt und oomt vor sich hin, zur konstanten Verwunderung der Noobs und zum großen Ärger der Pseudorollenspieler. Macros für Abkürzungen sind Pflicht, speziell für die häufigen 'Gratz' und das alle 30s kommende 'lol'. Er neigt dazu, sich mit prägnanten Sätzen Gehör zu verschaffen ("Drop! Zeig mal!" und "@x lol") und antwortet auf eine dreizeilige Oder-Frage nach dem Weg mit einem klaren, aussagekräftigen "Ja!".
Wir brauchen ihn, weil sonst keiner erklären kann, was roflmaoRFDComwoomAFafkloBGRvRlölRLooeACWCCDDWLvRA fcDoTwtSWAS bedeutet.
Der Eskapist
DAoC ist sein Leben, seine Welt - hier wird geheiratet, gelebt, gestorben. Er spielt DAoC, weil es so leicht ist, man außer dem Login keine Probleme bekommt und jederzeit "LD" gehen kann, wenn es brenzlig wird. Er hat endlich eine Welt gefunden, in der alles sauber und ordentlich ist - keine vollen Mülltonnen in Jordheim, keine Penner oder Punks am Teleporter, keine schreienden Babys auf Milupa-Entzug... alles ist so *vollkommen*. Die Händler sind ehrlich, Kriminalität gibt es nicht, kein Hunger, Durst, Folter - selbst Freund Hein hat seinen Schrecken verloren. DAoC ist kein Spiel, es ist eine Religion, ein Antwort auf alles, was ihm im Leben immer fehlte. Es fällt dem Eskapisten zunehmend schwerer, RL und Ingame zu unterscheiden - hat der Skinhead da nun aggro oder nicht? Darf man in der Kneipe die Bedienung pullen? Seine Umwelt versteht ihn nicht, dabei ist ein Legion-Kostüm zu Helloween doch durchaus passend... Schnell zurück in die warme Wohnung, zum Hort der Glückseligkeit - einem PC mit DAoC!
Der Eskapist haßt Internetforen und wird sie nie besuchen, außer der Server ist down. Der natürliche Feind des Eskapisten sind CS-Spieler, die sich im Tradechannel über Aimbots oder den Tod im RL unterhalten und so die Spielatmosphere trüben.
Der Eskapist ist schwer süchtig und kann ohne DAoC nicht leben - er denkt auch beim (Solo-)Sex noch über die ideale Craftingstrategie und den nächsten Relikt-Raid nach.
Er braucht dringend therapeutische Hilfe.
Der Afkler
Ist ständig away-from-keyboard und erwartet, daß ihn die Gruppe in der Zeit mit Erfahrungspunkten versorgt. Natürlich ist es normal, kurz nicht dabei zu sein - wer hat schon ein WLAN-Notebook und kann vom Klo aus spielen. Störend ist jedoch der
Stealth-AfKler, der nach einem Wipe schnell das "Oops, war gerade abgelenkt - Sorry"-Macro startet,
süchtige Afkler, der eigentlich im Bett sein sollte, weil er schwer krank ist und kaum die Tasten findet, auf die er ständig seine Viren hustet,
Profi-Afkler, der mit den Worten "Ich muß mal eben 30min wg. , stick Nippelodeon" auf das Mitleid der Mitspieler baut.
Wir brauchen ihn weil " /afk"
Der possessive Egozentriker
"Mein Spot Mein Mob Meine XP" für den possesiven Egozentriker gibt es nichts, was nicht jemandem gehört. Der Ego ergreift jede Chance, um sich etwas zu eigen zu machen, sei es ein Platz zum Leveln "Wir gehen hier nicht weg, wir pullen alle Mobs bis die andere Gruppe weggeht" oder ein Drop (5 min Diskussion, bevor sich rausstellt, daß es nur um Loot geht). Er zeigt gerne seine Items und prahlt mit seinem Character, der natürlich der einzig richtig geskillte vom ganzen Server ist. Hat gelegentlich Ärger mit seinen Eltern, z.B. wenn er sich das Logo seiner Gilde auf den Rücken tätowieren lassen will "Aber Mama, ein tanzendes Pferd mit Ferrarifarben ist cooool!".
Besonders auffällig ist der elitäre Ego, der von seinen Crafter 100%-Waffen verlangt, die Draw-Time seines Bogens auf 2 Mikrosekunden genau berechnet und mit einem 2. PC ständig sein Ranking auf der RP-Liste kontrolliert. Er will nicht nur gute, sondern beste Items haben. Nur wenn sein Char in allen Listen an erster Stelle steht, ist er zufrieden.
Wir brauchen ihn, weil ... /em um das zu begründen ist mir meine Zeit zu schade!
Der normale DAoC-Spieler
Ein Elf, Luri oder Bolg wie Du und ich, einfach dabei um Spaß zu haben und in einem Multiplayer Spiel zusammen etwas zu machen. Jeder mit eigenen Marotten und Vorstellungen, mal nett, mal neckisch, aber weder unverschämt noch aggressiv. Sein ärgsten Feinde sind der lila Linkdeath und die gelbe Levelödnis, letztere ist immer genauso stark wie er selbst. Ein Spieler oder eine Spielerin (wer weiß das schon so genau, ob Garric wirklich eine Schwester hat oder Fynnra einen Bruder? ), an die man sich gerne erinnert und mit denen man viele Stunden zusammenverbringt.
Der normale DAoC-Spieler vereint Aspekte aller vorangehenden Typen auf sich und neigt nicht zu ihren Extremen. Er ist teamfähig und motiviert, macht auch mal Pause vom Spiel und nimmt einen Wipe nicht soooo ernst (außer vorgestern grrr! )...
Der Silberwolf(*)
Edel sei der Wolf, hilfreich und gut. Mutig und humorvoll, immer zur Stelle wenn es darum geht eine Gruppe zu bilden und zum Wohle Hibernias in die Schlacht zu ziehen.
Die Gildenmitglieder der Silberwölfe sind die Elite Hibernias, die Gilde, an der sich alle anderen zu messen haben. Sie setzen nicht auf Masse oder RP-Farmer, sondern auf gute und faire Spieler... Wer es schafft, in das Rudel aufgenommen zu werden, braucht keine Angst mehr vor den Feinden unseres Landes zu haben - die Silberwölfe sind die einzige Gilde auf Stonehenge, die von allen anderen geachtet, respektiert und - von den Schurken - gefürchtet wird.
Damit geht auch eine große Verantwortung einher; so machen wir uns nicht über Noobs, Pseudorollenspieler und Powergamer lustig, sondern akzeptieren sie als Mitspieler in einer großen Spielwelt, die für fast alle Charaktere Platz bietet.(**)
Wir brauchen die Silberwölfe, weil es nichts besseres gibt
(*) Merke: _mein_ Eigenlob stinkt nicht, es duftet!
(**)Außer für die Leute mit den doofen Namen und der verbotenen Nasenlänge...