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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 16-Jähriger zapft weltweit Tausende Computer an


Shimuna
12.05.2005, 12:07
Der Diebstahl von Cisco-Quellcode, der Einbruch in die Server der schwedischen Universität Uppsala oder in das Forschungsnetzwerk TeraGrid: In allen Fällen hinterließ ein 16jähriger Schwede seine Spuren. Der junge Hacker ist nun festgenommen worden.

Vor etwa einem Jahr gerieten Teile von Ciscos IOS ins Internet und machten damit jahrelange Arbeit an Sicherheitsfunktionen zunichte. Fahnder in Schweden fanden den Übeltäter; der 16Jährige ist möglicherweise der Täter bei einem der größten Hacks aller Zeiten. über die Server der Universität von Uppsala, die er sich erhackte, konnte er nicht nur Ciscos Netz knacken, sondern auch zahlreiche andere, darunter das US-Forschungsnetz TeraGrid, das mehrere Supercomputer verbindet. Die Polizei weiß noch nicht, ob durch die Einbrüche echte Schäden entstanden sind, berichtet Spiegel online über den Fall. Die betroffenen Firmen und Institutionen würden den Fall herunterspielen, um ihre eigene Klientel nicht zu verschrecken, heißt es in dem Bericht.

http://www.gmx.net/de/themen/computer/hightech/news/984546,cc=000000149100009845461F5RcN.html

Ziemlich genau vor einem Jahr gelangten Teile des Sourcecodes von Ciscos Internetworking Operating System IOS in Umlauf. Jetzt griffen Fahnder in Schweden zu und fassten einen Verdächtigen. Der Junge ist 16 Jahre alt - und möglichweise der Täter in einem der größten Hacks aller Zeiten.


Die Polizei von Uppsala kannte ihren Pappenheimer: Als die Anfrage des FBI nach einem jugendlichen Hacker kam, war der längst verhört worden wegen eines vermuteten Dateneinbruchs in die Server der Uni Uppsala. Anscheinend hat sich der 16-jährige nicht nur dort umgesehen.

Vor knapp einem Jahr wurde öffentlich, dass größere Teile des Sourcecodes des Internetworking Operating System IOS der Firma Cisco in Umlauf geraten waren und über mehrere Webseiten verteilt wurden. Für Cisco war das ein GAU: Mit Zugriff auf den Sourcecode lassen sich Programme auf potenzielle Sicherheitslecks durchsuchen. Die Cisco-Software aber kontrolliert zahlreiche Computer, die für den Datenfluss im Internet verantwortlich zeichnen.

Exakt ein Jahr später wird nun offenbar, dass der Datendiebstahl bei Cisco nur die Spitze eines Eisbergs war: Fahnder beim FBI und zugeschalteten Polizeibehörden gehen inzwischen davon aus, dass es im letzten Jahr zu einem breit angelegten Hack gekommen ist, von dem Tausende von Computern und Netzwerken betroffen waren. Die Universität von Uppsala gehörte dazu - und die Server von Cisco. Auch bei den im April letzten Jahres bekannt gewordenen Dateneinbrüchen in das amerikanische Forschungsnetzwerk TeraGrid, das mehrere Supercomputer verbindet, soll es sich um den gleichen Hack gehandelt haben.

Starke Indizien

Mit dem nun in Schweden verhafteten 16-Jährigen gelang ein erster Zugriff, ob und wie viele weitere folgen werden, ist nicht bekannt: Alles, was das FBI bisher öffentlich macht ist, dass die Hack-Attacke wahrscheinlich über europäische Server gelaufen sei und "von einer Einzelperson oder einer Gruppe von Tätern" ausging. Der Cisco-Hack lief dabei offenbar über Server des Universitätsnetzwerkes von Uppsala.

Neben der amerikanischen und schwedischen Polizei ermitteln derzeit auch noch Fahnder in Großbritannien und einigen anderen europäischen Ländern. Möglich, dass sie nicht mehr finden werden als die Datenspuren des 16-Jährigen, denn mit seiner ersten polizeilichen Vernehmung im März brachen nach FBI-Angaben alle beobachteten Hack-Aktivitäten ab.

Ob durch die Dateneinbrüche echte Schäden entstanden sind und wenn, in welcher Höhe, ist nicht bekannt. Die betroffenen Unternehmen und Organisationen spielten die Auswirkungen bisher immer herunter: Außer Spesen nichts gewesen, hieß es bei Cisco, und dass die Rechner von Kunden nie gefährdet gewesen seien. Aus dem US-Forschungsnetz hieß es, brisantere Daten als "einige regionale Wettervorhersagen" hätte der Einbrecher nicht abgreifen können.

Vor einer Strafverfolgung würde das den Jugendlichen nicht schützen, denn in den USA ist Hacking seit längerem ein Straftatbestand. Bisher wurde allerdings kein Auslieferungsantrag gestellt, der Fall liegt in den Händen der schwedischen Justiz. Dort hätte der 16-Jährige, geschützt durch das Jugenstrafrecht, eine weit mildere Strafe zu erwarten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,355521,00.html

Nano
12.05.2005, 16:05
hi,

also ers mal LÖL.

ich dacht ja immer wir hätten Top Informatik studenten die was können.
Aber wenn da schon ein 16 jahre alter junge das internet aufmischt :grin:

da soll noch ein mal einer sagen die jugend von heute könne nichts mehr.

einfach :lol:

Robert
12.05.2005, 17:22
Das hat mit können nichts zu tun. Leider werden solche Hacker Geschichten von bestimmten Medien gerne überdramatisiert. Den Hackern selbst billigt man gerne geradezu mystische Fähigkeiten in Sachen Computer zu.

Dabei sollten eigentlich klar sein, dass es kein grosses Kunstück ist auf ein fremdes System einzudringen.
Jeder Computer der eine eigne IP im Netz hat ist auch erreichbar. Jeder Computer mit eigener IP, auf dem irgendeine Serversoftware läuft ist angreifbar.
Die Kenntniss eines sogenannten Exploits seitens der Serversoftware reicht für einen erfolgreichen Angriff aus.
Ein "Hacker" muss auf Zack sein, damit er von solchen Exploits erfährt ehe alle Welt davon bescheid weiss. Oder er muss gut genug sein um selber Exploits zu finden.
Kennt man einen Exploit ist ein Angriff keine grosse Sachen. Zuweilen sind das nur ein paar Zeilen trivialer Scriptcode. Der Begriff "Scriptkiddie" kommt nicht von ungefähr.
Die Kunst des Mr. Hackers besteht nicht darin auf ein fremdes System zu kommen, sie besteht vielmehr darin nicht entdeckt zu werden. Im Netz hinterlässt der Hacker Charakteristische Spuren die gelogt werden, entweder er versteht es solche Spuren zu vermeiden oder weiss wie und wo er welche Log Files zu manipulieren hat. Ist der Hacker als User oder gar Root auf einem System eingeloggt wird jede seiner Aktionen gelogt. Auch hier muss der Hacker geschickt Daten manipulieren. Verändert der Hacker dann auch noch das Dateisystem (weil er z.B. ein Rootkit installiert) so muss er tunlichst darauf achten die Intigrität des Dateisystems nicht zu zerstören...auch das würde aufallen.
Ich schätze mal unser Mr. Hacker war zwar in der Lage Exploits auszunutzen und in Systeme einzudringen, nicht aber seine Spuren zu verwischen.

Mal nebenher und in eigener Sache:

Pro Tag wird der Sternenserver mehrfach angegriffen. Üblicherweise per BrutForce über SSH. In der Regel machen Scripte dabei ca. 1000 - 2000 Versuche das Root Passwort zu erraten. Das der User Root gar nicht per SSH einloggen kann, verrate ich denen mal besser nicht^^.

Ausserdem haben wir tägliche mehrere Portscans. Interessanterweise sind die Urheber solcher Scans scheinbar ausschliesslich mittelständige Unternehmen. Ich schätze mal, davon wussten die entsprechenden Unternehmen bisher auch nix. ;)

Finndarmin
13.05.2005, 07:55
;-) lustige Geschichte...

Universität Uppsala find ich auch gut ^^


*huppsala* was hat der Junge denn mit unseren Servern gemacht?

WildWilbur
14.05.2005, 02:29
Mal nebenher und in eigener Sache:

Pro Tag wird der Sternenserver mehrfach angegriffen. Üblicherweise per BrutForce über SSH. In der Regel machen Scripte dabei ca. 1000 - 2000 Versuche das Root Passwort zu erraten. Das der User Root gar nicht per SSH einloggen kann, verrate ich denen mal besser nicht^^.

Ausserdem haben wir tägliche mehrere Portscans. Interessanterweise sind die Urheber solcher Scans scheinbar ausschliesslich mittelständige Unternehmen. Ich schätze mal, davon wussten die entsprechenden Unternehmen bisher auch nix. ;)

Hehe, das hab ich an die 10 mal jeden Tag, wenn man sich die Mühe macht und den Scan zurückverfolgt, sind es tatsächlich "normale" Unternehmen, mit Angabe der Service-Nummer und Allem. Vielleicht sollte ich da tatsächlich mal anrufen... :D

Muuh

Shimuna
25.05.2005, 01:58
... ich weiß nicht, WIE OFT pro Tag alleine in meinem Router Log ein Angriff von dtag (Deutsche Telecom AG) eingetragen ist, also selbst DIE HACKEN :grin: (ich weiß, ich weiß, is KEINE Attack :P wird aber im Router Log so geführt :laugh: )